18.05.2021

Was lange währt, wird endlich gut!

Anlässlich des Erntedankgottesdienstes im Oktober 2013 begann eine muntere Schar von Zweit- und Drittklässler ihren KUW-Unterricht. Niemand dachte damals in irgendeiner Form daran, dass der Abschluss ihrer KUW eine gehörige Geduldsprobe werden würde.

Im Laufe der Jahre befassten wir uns mit den Themen Sterne, Gesundheit und Krankheit – bei diesem Block führten wir auch das Abendmahl ein, sowie Entstehung und Überlieferung der Bibel, da blieb uns der Ausflug auf dem Weg der Bibel in guter Erinnerung.

Nach einem Jahr Pause erforschten wir unsere Kirche sowie andere Kirchen und Religionen und stellten uns die Frage nach einem Leben nach dem Tod. In Folge von verschiedenen Umzügen wurde die Gruppe immer etwas kleiner. Deshalb beschlossen wir im Sommer 2019, dass die drei Neuntklässler und die sechs Achtklässler den Konfirmandenunterricht und das Lager gemeinsam absolvieren, die Konfirmationen dann aber jahrgangsweise gefeiert werden sollten. Und dann kam Corona. Sowohl das Lager wie die Konfirmation im Mai 2020 konnten nicht durchgeführt werden. Wir entschieden damals, das Ganze um ein Jahr zu verschieben, drei Jugendliche würden sich zwar zu dem Zeitpunkt bereits in ihrer Berufslehre befinden. Dass unsere Geduld auch diesen Frühling noch einmal auf eine harte Probe gestellt wurde und die Durchführung des Konflagers noch immer an einem seidenen Faden hing, ahnten wir damals noch nicht. Schlussendlich hat sich doch noch fast alles zum Guten gewendet: Mit einem umfassenden Schutzkonzept, Hygieneartikeln und Covid-Test-Attesten für alle Teilnehmenden starteten wir am Mittwoch, 5. Mai Richtung Engelberg. Im Haus Alphorn, welches selbst für einen Jungen im Rollstuhl barrierefrei zugänglich war, verbrachten wir vier abwechslungsreiche und interessante Tage. In ihrer Konfzeitung berichteten die Jugendlichen wie folgt darüber:

Unser Lager dauerte von Mittwoch 5. Mai bis Sonntag 9. Mai 2021. Wir bereiteten uns auf unsere Konf vor, studierten Lieder ein, planten verschiedene Darbietungen für den Gottesdienst und lachten dabei sehr viel zusammen.

Am Donnerstag gingen wir uns das Dorf anschauen obwohl es ununterbrochen regnete. Am Freitag besuchten wir das Kloster, dort empfing uns ein Mönch namens Bruder Thomas. Er erzählte uns viel über das Kloster und über die Geschichte der Mönche.

Am Samstag war es am besten, da schwebten wir mit der Gondelbahn auf den Titlis hinauf. Dort erlebten wir eine zufällige Begegnung mit Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der Skirennfahrerin Michelle Gisin. Auf der Talfahrt machten wir in Trübsee einen Spaziergang durch den Schnee, assen ein feines Sandwich und genossen in einem Beizli einen Kaffee. Zum Abschluss dieses tollen Ausflugs sausten wir mit Trottibikes von der Gerschnialp wieder retour.

Am Abend haben wir grilliert und noch ein wenig Ping Pong gespielt. Als es ganz dunkel war, haben wir eine Fackelwanderung durch das Dorf gemacht. Am Sonntag haben wir alles geputzt und sind mit dem Bösli wieder heim ins Emmental gefahren. Es war ein schönes Lager.

Der Schreibende kann sich von ganzem Herzen dieser Einschätzung anschliessen. Wir haben sehr viele besondere und aussergewöhnliche Momente erleben dürfen. Besonders in Erinnerung bleibt mir der Moment, als wir auf der Fackelwanderung kurz vor Mitternacht vor der Holz-Kapelle Halt machten und zusammen den Glocken-Jodel in die stille Sternennacht erklingen liessen.

Dieses Lied bildete dann ein paar Tage später auch den Abschluss auf eine eindrückliche und besinnliche Gottesdienstfeier anlässlich der ersten Konfirmation am Auffahrtstag. Wir werden am 4. September diese Feier noch ein zweites Mal gestalten und da werden dann noch die übrigen vier Jugendlichen ihre Konfirmation begehen können.

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Pfarrer | Peter Schwab | Dorf 9 | 3456 Trachselwald | Telefon 034 431 11 52 | e-mail